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Rückblick auf Infoabend "Heimisches Soja"

Bei einer gemeinsamen Infoveranstaltung von AELF Ansbach, den Verbänden ABL/BDM/Bioland sowie dem Maschinenring Ansbach kamen am 13.11.2018 100 interessierte Landwirte nach Herrieden/Schernberg.

Soja wurde in 2018 auf knapp 8600 ha in Bayern angebaut und liefert zunehmend einen Ersatz für Importware. Tendenz weiter steigend. Immer mehr Landwirte auch in unserer Region steigen in den Sojaanbau ein. Werner Bernreuther, Landwirt aus Thalmässing, baut bereits seit mehreren Jahren erfolgreich Soja auf seinen Flächen an. Mit einem durchschnittlichen Ertrag von über  3,5 to/ha der letzten Jahre ist der Anbau von Soja durchaus wirtschaftlich. In 2018 baute er bereits auf 15 ha Soja an. Um die Sojabohne verfüttern zu können, schließt er diese mithilfe eines stationären Sojatoasters auf. Den auf 100°C erhitzten Bohnen wird anschließend in einer Presse das Öl bis zu einem Restgehalt von 8-10% entzogen.  Neben seiner eigenen Ernte toastet er  auch die Sojabohnen anderer Landwirte.

Um erfolgreich Sojabohnen anzubauen, gilt es eine Reihe von Faktoren zu berücksichtigen. Neben der richtigen Sortenwahl sind der Aussaatzeitpunkt (Bodentemperatur 10 °C), die Saattiefe (5-6 cm), die Saatstärke (50 -70 Kö/m²) und das richtige „Impfen“ des Saatgutes von Bedeutung. Impfmittel bestehen aus Bakterien (Rhizobien) in einem Überlebensmedium wie Torf oder einer Flüssigkeit. Ohne Feuchtigkeit und bei direkter Sonneneinstrahlung sterben die Bakterien sofort ab. Geimpft werden sollte unmittelbar vor der Saat.  Damit sich ausreichend Knöllchenbakterien bilden können,  haben alle anwesenden  Praktiker empfohlen, insbesondere beim erstmaligen Anbau die eineinhalbfache Menge Impfsubstrat zu verwenden bzw. auch bereits behandeltes Saatgut nachzuimpfen.  

Passen die Bedingungen, kommt die Sojabohne ganz ohne zusätzliche N-Düngung aus. Zur Blüte sollte kontrolliert werden, ob sich ausreichend Knöllchenbakterien gebildet haben. Reichen diese nicht aus, kann mit Harnstoff gedüngt werden.

Sojabohnen sind selbstverträglich und können mehrere Jahre auf der gleichen Fläche angebaut werden. Sie sorgen für eine ausgesprochen gute Bodenstruktur, verbessern die Mineralisierung,  fördern den Humusaufbau und führen zu Ertragssteigerung der Folgefrucht.  Sie stellen nicht nur für Biobetrieb eine sinnvolle Erweiterung der Fruchtfolge dar.  Jedoch kann die Wasser- und Nährstoffkonkurrenz durch Unkräuter schnell zu Ertragseinbußen führen. Im Feldversuch konnte Johannes Eberhardt in 2018 feststellen, dass die Sojabohne den höchsten Ertrag in der Variante „2xHacken“ erreichte. Alleiniges Striegeln reichte nicht aus, um die Unkräuter in Schach zu halten und auch die Variante mit Herbizideinsatz  reichte nicht an das Ertragsniveau der gehackten Fläche.

Die Entwicklungen im Saatgutmarkt zeigte Wilhelm Bußmann von der Fa. Andreae-Saaten auf.  Der größte Anteil  des zertifizierten Saatgutes kommt aus Österreich. In 2019 kann es aufgrund der Trockenheit in diesem Jahr zu Engpässen bei Saatgut kommen und die Ware sollte frühzeitig bestellt werden.

Auch die Flächen in der Region litten in diesem Jahr unter der Trockenheit und konnten die Erträge des Vorjahres nicht erreichen. Diese Erfahrung musste auch Gerhard Weiß aus Reuth machen, der bereits zum zweiten Mal Sojabohnen anbaut und die bei einem Verarbeiter aufgeschlossenen Bohnen in der Kälberfütterung erfolgreich einsetzt.

Beim Abpressen der Bohnen und auch bei der chemischen Extraktion bleibt ein Restfettgehalt von bis zu 10% im Produkt, wodurch das Substrat sich etwa ein halbes Jahr lagern lässt. Der Eiweißanteil liegt bei ca. 42%. Der einzige, in Deutschland vorhandene mobile Sojatoaster aus Hohenlohe belässt die Bohne im Ganzen und sorgt damit für eine Haltbarkeit bis zu einem Jahr. 

Wie auch immer die Bohnen aufgeschlossen werden, der Anteil in der Fütterung  sollte mit Blick auf die übrigen Futtermittelkomponenten zusammen mit einem Fütterungsberater genau berechnet werden. 

Über das MR-Büro erhalten Sie weitere Informationen und Unterstützung für Ihren Einstieg in den Sojaanbau.