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Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude

Neues Leben in alten Gebäuden 
Infoabend des Maschinenrings Ansbach am 5.11.2019


Hoher Flächenverbrauch einerseits, Leerstand und Verfall andererseits. Welche Möglichkeiten haben Kommunen und Besitzer von nicht mehr benötigten Gebäuden, um diese einer neuen Nutzung zuzuführen. Auf Einladung des Maschinenrings Ansbach zeigten Vertreter von Kommunen und Behörden Lösungsansätze auf, um alte Gebäude neuen Nutzungen zuzuführen.

„Das Leben auf dem Land ist lebenswert und soll es auch für die nächsten Generationen bleiben.“ Bürgermeister Alfred Wolz bekräftigte in seinem Statement an die über 200 Zuhörer, dass viele Kommunen bereits ein Leerstands-Management betreiben und sich aktiv dafür einsetzen, damit nicht mehr genutzte landwirtschaftliche Hofstellen einer neuen Verwendung zugeführt werden können. Anhand mehrerer Beispiele aus seiner Gemeinde zeigte er gelungene Ansiedlungen von Gewerbetreibenden innerorts auf. Damit die Jungen vor Ort bleiben, ist die Schaffung von Wohnraum von großer Bedeutung. Auch wenn durch baurechtliche Vorgaben, Brandschutz oder der Wegeanbindung geplante Projekte zu scheitern drohen oder verändert werden müssen, „so kommt am Ende doch etwas Gescheites für alle Seiten heraus“ . Davon konnte auch Gerhard Sauerhammer berichten. Nachdem der Traum von der Hofnachfolge geplatzt war und das Landwirtschaftsamt vom Urlaub auf dem Bauernhof abgeraten hatte, wurde der Stall zur Physiopraxis des Sohnes und zu Mietwohnungen umgebaut. Scheunen und Fahrsilos sind an gewerbliche Nutzer vermietet. Er appellierte an die Anwesenden, nicht mehr benötigte Gebäude baldmöglichst umzunutzen und dies nicht auf die nächste Generation zu schieben.

Anstatt anonyme Neunbaugebiete auszuweisen, sollen die Ortskerne reaktiviert, die Infrastruktur in den Dörfern verbessert und die fränkische Baukultur gefördert werden. Unterstützung bietet das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken mit der Förderinitiative „Innen statt Außen“ an. Damit Kommunen über die „einfache Dorferneuerung“ Fördergelder erhalten, ist ein Selbstbindungsbeschluss zur Innenentwicklung notwendig. Förderfähig sind beispielsweise Projekte zur Nahversorgung der Menschen, so Frau Walter vom ALE. Auch sie verwies auf mehrere gelungene Umnutzungen wie eine Zahnarztpraxis in einer alten Hofstelle.

Gebäude kosten Geld, auch wenn sie leer stehen. Was also tun mit Scheunen und Ställen, anstatt diese verfallen zu lassen. Investieren in einen neuen Betriebszweig, Vermieten oder Umbauen zu Wohnungen? Das Amt für Landwirtschaft berät landwirtschaftliche Betriebe bei der Entwicklung neuer Betriebszweige wie zum Beispiel Urlaub auf dem Bauernhof, Direktvermarktung oder Betreutes Wohnen. Wichtig sei es, genau zu schauen, was die Familie an Arbeitskapazitäten und Neigungen hat, berichtete Frau Kastner aus ihrer Beratungstätigkeit.

Landwirtschaftliche Gebäude besitzen oft viel Charme, sind meist massiv gebaut und durchaus lohnenswert, erhalten zu werden. Dennoch sind viele Fragen vor einer Umnutzung zu beantworten und steuerliche Aspekte zu beachten. Jürgen Hahn vom Maschinenring rief dazu auf, die vielfältigen Beratungsangebote zu nutzen und auf die Kommunen zuzugehen, bevor Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden.

Linktipps zu Fördermöglichkeiten über das Amt für Ländliche Entwicklung:

Privatförderung in der Dorferneuerung:

http://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/004011/

Förderung von Kleinstunternehmen:

http://www.stmelf.bayern.de/cms01/landentwicklung/dokumentationen/188305/index.php

Förderinitiative „Innen statt Außen“ in der Dorferneuerung:

http://www.stmelf.bayern.de/cms01/landentwicklung/schwerpunkte/073502/index.php