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Wildschweinschäden beheben

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Wildschweinschäden beheben 22-3-2016

Vorführung schlagkräftiger Technik

Wenn Wildschweine ihren Eiweißbedarf mit Maden und Raupen im Grünland decken, dann sehen Wiesen hinterher wie Äcker aus. Die Grasnarben werden aufgewühlt und zerstört. Herkömmliche Technik wie Wiesenschleppen reichen oft nicht aus, um die Schäden zu reparieren. Oft muss mühsam in Handarbeit eingeebnet und teils auch nachgesät werden, damit die Futterqualität nicht unter Verschmutzung und Verunkrautung leidet.

Wildschweinschäden - ein immer größer werdendes Problem

Dass Schäden durch Wildschweine auch in unserer Region immer mehr zum Problem werden, zeigt sich auch am regen Interesse an einer Vorführung von Technik zur maschinellen Beseitigung von Wildschweinschäden im Grünland. Bei der vom Maschinenring Ansbach in enger Absprache mit der Jägervereinigung Ansbach und Hegegemeinschaften organisierten Vorführung zur Beseitigung von Wildschweinschäden in Grünland waren mehr als 150 Landwirte, Jäger und Jagdgenossen vor Ort. Auf einer Wiese in der Nähe von Herrieden/Stegbruck hatten Wildschweine „ganze Arbeit“ geleistet und es bot sich reichlich Fläche, um drei verschiedene Spezialgeräte auszutesten. Unter suboptimalen Wetterbedingungen konnten sie jedoch ihre Leistungsfähigkeit nur ungenügend demonstrieren. Zuviel Feuchtigkeit im Boden sorgte leider dafür, dass die Rückverfestigung der Grassoden nur mäßig gelang.

Die Spezialgeräte nutzen unterschiedliche Technik, um die von den Wildschweinen herausgerissenen Grassoden zu zerkleinern und wieder in die entstandenen Löcher zurückzubefördern. Fräswalzen und/oder Schnecken, die teils gegeneinander arbeiten, also in und gegen die Fahrtrichtung oder Mulchmesser an einer keilriemenangetriebene Welle sorgen für die Zerkleinerung. Walzen (Glatt- oder Stabwalzen) zur Rückverdichtung drücken das Erdreich wieder an. Bei großflächigem und tiefem Schaden sind die Grasnarben oft so zerstört, dass auch eine Nachsaat notwendig wird. Die auf der Vorführung vorgestellten Geräte können dies gleich in einem Arbeitsgang mit erledigen. Bei tieferen Schäden können auch mehrere Überfahrten notwendig sein. Firmenvertreter wiesen bei der Erklärung ihrer Geräte darauf, dass es nicht reicht, die Geräte einfach an den Schlepper anzuhängen und „blind“ drauf los zu fahren. Die richtige Einstellung der Geräte beeinflusst maßgeblich den Erfolg. Die Arbeitsgeschwindigkeit sollte bei allen Geräten nicht über 5-6 km/h liegen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Der Kraftbedarf des Schleppers richtet sich nach dem Gewicht des jeweiligen Anbaugerätes.

Lohnt sich der Einsatz von Spezialtechnik?

Spezialtechnik ist im Verhältnis zur eingesetzten Fläche für einzelne Nutzer teuer und unwirtschaftlich, und sollte überbetrieblich eingesetzt werden. Der Geschäftsführer des MR Ansbach, Rainer Müller, appellierte deshalb an die Teilnehmer, sich bereits vor einer Investition beim MR zu melden. Über den MR Ansbach wird neben Technik örtlicher Landwirte und Lohnunternehmer auch die im MR Crailsheim angeschaffte Technik vermittelt.

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